Ein Möchtegern-Survivaltrip mit Potenzial zum Abspecken

Ein Möchtegern-Survivaltrip mit Potenzial zum Abspecken

Im Sommer 2016 haben wir eine Idee, welche uns schon länger beschäftigt, in der Realität umgesetzt. Alles was wir benötigen wird in einem grösseren Rucksack mitgetragen. Volle drei Tage haben wir Zeit für die Strecke von Starkenbach hoch zum Leistkamm, über die Vorder Höhi zum Speer und anschliessend über die Wolzenalp nach Krummenau.

Unser Auto lassen wir in Krummenau und nehmen das Postauto zur Talstation der Selunbahn in Starkenbach. Nach einer eindrücklichen, schwindelerregenden “Gondelfahrt” machen wir uns auf Richtung Leistkamm. Schnell wird uns bewusst, dass wir für eine Survivaltour viel zu viel eingepackt haben und die 18kg schweren Rucksäcke uns alles abverlangen werden. Beim Aufstieg auf den Leistkamm deponieren wir unsere Last hinter einem Strauch und wandern beflügelt zum Gipfel.

Lange werden wir den Ausblick nicht geniessen, denn wir möchten noch bis zur Vorder Höhi wandern und unterhalb des Gulmen ein geeignetes Nachtlager finden. Ein steiler Abhang ohne ersichtlichen Weg durch den Wald bringt uns an eine Jägerhütte. Oberhalb dieser Hütte finden wir am Waldrand eine wunderschöne Stelle und errichten unser Camp. Da wir mit unsicherem Wetter gerechnet haben, haben wir ein schweres Tarp dabei…Gewichtsmässig können wir uns sicherlich noch optimieren.

Auch bei der ersten Inventur der mitgebrachten Nahrungsmittel und Getränke, vorwiegend Bier, stellt sich heraus, dass wir gut einen Woche unterwegs sein könnten. Dies wiederum bedeutet aber auch, dass es uns am ersten Abend an nichts fehlt und wir ihn richtig geniessen können.

Am zweiten Tag wandern wir Richtung Speer mit dem Ziel kurz vor der Wolzenalp nochmals ein Biwak zu errichten. Die Beine werden dank den immer noch prall gefühlten Rucksäcken stets schwerer und die ersten beklagen sich über Knieschmerzen. Zudem verschlechtert sich das Wetter und es sieht ganz nach Regen aus, welcher uns voraussichtlich am Abend erreichen wird.

Mit Ausblick auf Regen versuchen wir von Bäumen geschützt, unterhalb der Bützalp ein Unterschlupf zu improvisieren. Die Schuhe und Socken, welche von verschiedenen Schlammlöcher nass wurden, werden Bear Grylls-mässig über dem Lagerfeuer getrocknet und heisses Wasser für Nudeln aufgesetzt. Als Nachtisch findet sich einen Block Vermicelles in unseren Vorräten, welchen wir mit einem einzigen Löffeln vor dem Feuer teilen…das gibt wieder Energie.

Müde aber zufrieden, wandern wir am dritten Tag zur Bergstation des Sessellifts in der Wolzenalp und lassen uns gemütlich ins Tal tragen. Nach den Erlebnissen auf dieser Tour wissen wir bestimmt auf was wir verzichten können und wo wir unsere Packliste noch ergänzen werden.

Wir treffen uns zum Brunch

Wir treffen uns zum Brunch